Allgemein

Gemeinsamer Schulausflug zurück in die Vergangenheit

Freie Schule Wismar > Aktuelles > Allgemein > Gemeinsamer Schulausflug zurück in die Vergangenheit

Am 25.06.2025 reiste die Schule mehr als 1000 Jahre zurück und landete in Groß Raden in einem Slawendorf.
Voller Vorfreude und gespannt, was der Tag noch bringen würde, setzten sich die Kinder morgens aufgeregt in die Busse und begannen die abenteuerliche Reise in die Wälder.

Angekommen in Groß Raden teilte sich die Klasse in zwei Gruppen. Die Orientierungsstufe schloss sich mit den Schülern der 4. Klasse zusammen, machte es sich auf dem Spielplatz neben dem Slawenmuseum gemütlich und startete den Ausflug mit einem entspannenden Picknick am See mit Karten- und Ballspielen.
Für die Grundschule allerdings ging es in den Wald, auf dem Weg zum Freilichtmuseum. Vor Ort angekommen, machten die Klassen erst einmal ein Päuschen und stärkten sich mit ihrem Frühstück.


Kurz darauf begann die Führung über das Gelände. Die Kinder konnten das slawische Dorfleben hautnah miterleben. Besonders aufregend war die große Slawenburg, welche als Schutz- und Versammlungsort der Bewohner diente.
Des Weiteren bekamen die Kinder einen exklusiven Einblick in die Wohnhäuser, Tempel und Schlafstätten der damaligen Zeit. Sie erfuhren, wie hart das Alltagsleben der Slawen war, wie sie ihre Nahrung herstellten, welche Werkzeuge sie benutzten und wie sie gemeinsam in kleinen Dorfgemeinschaften lebten.

Nach der spannenden Führung wurde es kreativ: Die Kinder durften selbst Hand anlegen und zwischen zwei traditionellen Handwerksangeboten wählen. Wer sich für das Filzen entschied, konnte aus der Wolle der eben noch bestaunten Schafe einen bunten Ball herstellen, der nicht nur weich, sondern auch ein echtes Unikat war.
Die andere Gruppe formte kleine „Taschengötter“ aus Ton, kleine Figuren oder Glücksbringer, wie sie die Slawen früher als Schutzsymbole bei sich trugen. Mit schmutzigen Händen, neuen Eindrücken und viel Begeisterung ging die Führung voller Geschichte, Handwerk und Kreativität zu Ende.


Nach dem ersten Durchlauf wurde gewechselt. Nun waren es die 4., 5. und 6. Klasse, die sich beweisen mussten. Auch sie erhielten eine spannende Führung durch die Slawenburg, die Wohnhäuser und Werkstätten, und erfuhren viel über das frühere Leben, das von Handarbeit, Gemeinschaft und einfachen Mitteln geprägt war. Im Anschluss durften auch sie sich kreativ betätigen: Mit viel Eifer wurde entweder der Ball aus echter Schafwolle gefilzt oder ein Taschengott aus Ton geformt, sodass jeder ein ganz persönliches Andenken an diesen besonderen Tag mit nach Hause nehmen konnte.

Als am Nachmittag alle Gruppen ihre Stationen durchlaufen hatten, machten sich die Klassen schließlich gemeinsam und erschöpft, aber mit vielen neuen Erfahrungen und kleinen Kunstwerken in den Taschen auf den Weg nach Hause.


Ein großes Dankeschön an den Förderverein, der durch seine tatkräftige Unterstützung die Hälfte der Ausflugskosten übernommen und so diesen schönen Schulausflug überhaupt erst möglich gemacht hat.